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Pitt - Kreuzberg - Ausstellung im Kurfürstlichen Palais

Oberstudiendirektor Zengerle würdigte in einer Ansprache Kunst und Werk des Malers.

Im Kürfürstlichen Palais wurde gestern Morgen die Ausstellung des Schalkenmehrener Malers Pitt Kreuzberg eröffnet. Die Ankündigung von dieser Ausstellung, die aus Anlaß des 70. Geburtstags des Malers am 30. Mai stattfindet, hatte in der Öffentlichkeit ein großes Echo hervorgerufen. So fand sich im großen Sitzungssaal des Palais ein stattlicher Kreis von Gästen ein, die aus dem Munde von Oberstudiendirektor Zengerle eine tiefgründige Würdigung des Malers und seines Wollens erfuhren. Mit den philosophischen Bezügen von Zeit und Raum versuchte Zengerle darzulegen, aus welchen Quellen Kreuzberg seine Kunst schöpft, dass er in die Reihe der großen Maler gehört, die das Geheimnis der Zeit »erwittern« und der Verlockung des Raumes durch die »stabilitas loci« widerstehen. Gerade aber die Beständigkeit am Ort - nach Studienjahren in Paris und München ließ sich der in Ahrweiler geborene Kreuzberg für immer in Schalkenmehren nieder - ließ die schöpferischen Kräfte Kreuzbergs wachsen, ihn die Zeit mit ihren Schrecken und Hoffnungen erleben und mit der Kraft einer künstlerischen Persönlichkeit darstellen. Kreuzberg, so sagte Zengerle, widerlegt das Wort des klassischen Ästheten Lessing, dass die Kunst nicht [...] darf. In Kreuzbergs Bilder sind Aufschreie und [...] Kunst in ihrem Offensein für Zeit, ihre Not, ihre Bedrängnis und ihre Hoffnung ist damit eine durch und durch christliche Malerei, und eine christliche Lebenskunst. Wenn ein Maler, so postulierte es Zengerle, in seinem Innersten die große Erlösungstat Christi erspürt hat und die Leiden der Schöpfung wie die wechselseitige Bedrängnis der Dinge in der Zeit darstellt, dann hat er die Gipfelung seines Schaffens erreicht. Die Summe dieses Zeiterlebens äußert sich in seinen Bildern und darum war es notwendig, die Ausstellung zu veranstalten.

Zengerle dankte der Bezirksregierung dafür, dass sie dem Maler, der bei der Eröffnung zugegen war, Gastrecht im Palais gewährte und damit an die Tradition der Kollektivausstellungen des vergangenen Jahres anknüpfte. Er dankte auch der Gesellschaft Bildender Künstler und Kunstfreunde und den Freunden des Malers, die ihm die Wege zu dieser Ausstellung ebneten.

Eine Anregung abschließend. Es würde allen Besuchern der Ausstellung dienlich sein, wenn ihnen eine kleine Broschüre in die Hand gedrückt würde, in denen die Hauptgedanken des Oberstudiendirektors aus seiner Eröffnungsansprache zusammengefasst wären. Damit erleichterte man es dem unbefangenen Ausstellungsbesucher, Kreuzbergs Kunst in seiner ganzen Tiefe zu verstehen.


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